Cannabis enthält weit mehr als nur THC und CBD. Die Pflanze enthält über 100 verschiedene Cannabinoide, mehr als 200 Terpene und eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe – also eine große Bandbreite unterschiedlicher Wirkstoffe [1]. Dadurch können Cannabisprodukte mit verschiedenen Cannabinoiden und Hauptterpenen auch ganz unterschiedliche Effekte entfalten.
In Deutschland werden Cannabisarzneimittel laut Begleiterhebung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) häufig bei Schmerzen, Entzündungen sowie neurologischen (das Nervensystem betreffenden) und psychischen Störungen eingesetzt [2]. Das zeigt, wie breit das Anwendungsspektrum von Cannabisextrakten und -blüten ist. Aber nur, wer die Inhaltsstoffe kennt, kann Therapieziele gezielt angehen und unnötige Risiken vermeiden.

Phytocannabinoide

„Phyto“ bedeutet Pflanze – Phytocannabinoide sind also Cannabinoide pflanzlichen Ursprungs. Das lässt bereits erahnen, dass es auch nicht-pflanzliche Cannabinoide gibt. Tatsächlich produziert auch der menschliche Körper eigene Cannabinoide, die sogenannten Endocannabinoide („endo“ bedeutet „innen“, also körpereigen). Sie wirken über spezielle Bindungsstellen, die sogenannten körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 [3]. Diese Rezeptoren können auch durch pflanzliche Cannabinoide aktiviert werden und je nach Cannabinoid ganz unterschiedliche Wirkungen auslösen.
Zu den am besten untersuchten pflanzlichen Cannabinoiden und therapeutischen Effekten gehören:
Tetrahydrocannabinol
THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol)
  • Euphorie, Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Sedierung (Beruhigung), Muskelrelaxation (Muskelentspannung)
  • Appetitsteigerung, Erweiterung der Atemwege (Bronchodilatation), Hemmung von Übelkeit (Antiemese), Krampflösung (Antispasmus), Schutz von Nervenzellen (Neuroprotektion) und antioxidative Wirkung
  • Wirkung primär über CB1-Rezeptoren, geringere Bindungsstärke zu CB2 [4]
Cannabidiol
CBD (Cannabidiol)
  • Wichtigstes nicht-psychoaktives Cannabinoid
  • Beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend (antikonvulsiv), antipsychotisch – ohne typische THC-Nebenwirkungen
  • Gegenspieler von THC (Antagonist) am CB1-Rezeptor → kann unerwünschten THC-Effekte entgegenwirken [5,6]
Cannabinol
CBN (Cannabinol)
  • Allein kaum aktiv, verstärkt jedoch die beruhigende Wirkung von THC
  • Krampflösend und entzündungshemmend, ähnlich wie CBD
  • Wirkung vor allem über CB2-Rezeptoren, geringere Affinität zu CB1-Rezeptoren [4]
Cannabichromen
CBC (Cannabichromen)
  • Entzündungshemmend und schmerzlindernd (analgetisch)
  • Keine Bindung an CB1- oder CB2-Rezeptoren
  • Keine Hemmung des Cytochrom-P450-Systems (CYP), das für den Abbau und die Wechselwirkungen vieler Medikamente verantwortlich ist [4]
Cannabigerol
CBG (Cannabigerol)
  • Vorstufe vieler anderer Cannabinoide
  • Schmerzlindernd und entzündungshemmend
  • Antidepressive Wirkung durch Hemmung der Wiederaufnahme des körpereigenen Cannabinoids Anandamid, wodurch dessen Spiegel im Körper steigt
  • Mögliche Beeinflussung des Serotoninsystems, das unter anderem Stimmung und Schlaf reguliert [4]
In getrockneten Cannabisblüten liegen die Cannabinoide zunächst als inaktive Säuren (z. B. THCA, CBDA, CBGA, CBCA) vor. Erst durch Erhitzen auf eine bestimmte Temperatur werden sie durch Decarboxylierung in ihre aktiven Formen umgewandelt und können ihre Wirkung entfalten [4].
In Cannabisextrakten hingegen liegen die Cannabinoide bereits in aktivierter Form vor. Sie müssen daher nicht erhitzt werden und können beispielsweise als Kapsel, Tropfen oder Spray eingenommen werden.
Zu den am besten untersuchten pflanzlichen Cannabinoiden und therapeutischen Effekten gehören:
Cannabinoid
CBG (Cannabigerol)
THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol)
CBD (Cannabidiol)
CBN (Cannabinol)
CBC (Cannabichromen)
Verdampfungstemperatur
52°C
157°C
180°C
185°C
220°C
Während THC und CBD, als die bekanntesten Vertreter der Phytocannabinoide, lange im Mittelpunkt der Forschung standen, gewinnen in den letzten Jahren zunehmend auch die Terpene an Bedeutung – sowohl in der Wissenschaft als auch in der ärztlichen Praxis. Neben den spezifischen Cannabinoidprofilen rücken damit auch die Terpenprofile unterschiedlicher Cannabissorten verstärkt in den Fokus.

Terpene

Terpene sind flüchtige, also leicht verdampfende, aromatische Verbindungen, die Pflanzen ihren typischen Duft verleihen. Sie sind unsere unsichtbaren und doch omnipräsenten Begleiter. Ob wir einen Waldspaziergang machen, über eine Blumenwiese wandern oder uns durch den Supermarkt bewegen – Terpene begegnen uns immer und überall: in Reinigungsprodukten, ätherischen Ölen, Cremes, Lebensmitteln und natürlich Parfüms, um nur einige Beispiele zu nennen [7].
Auch in der Medizin sind Terpene nichts Neues: Einige von ihnen werden seit Jahrhunderten in der traditionellen Pflanzenheilkunde verwendet. Heute weiß man dank moderner Studien, dass sie nicht nur für das Aroma verantwortlich sind, sondern auch durch ihre eigenen therapeutischen Eigenschaften zur Wirkung von Cannabis beitragen können [1,4].
Die potenziellen medizinischen Effekte der folgenden Terpene wurden überwiegend in Labor- und Tierversuchen untersucht. Klinische Studien am Menschen gibt es bisher nur vereinzelt. Besonders bei möglichen krebshemmenden Wirkungen sollte die noch begrenzte klinische Evidenz berücksichtigt werden.
Limonen
Pinen
Linalool
Myrcen
Limonen
Limonen ist bekannt für sein frisches Zitrusaroma und seine stimmungsaufhellenden Eigenschaften. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass es angstlösende und stressreduzierende Effekte haben kann [1].
In einer aktuellen randomisierten, kontrollierten klinischen Studie – dem derzeitigen Goldstandard der klinischen Forschung – zeigte sich, dass D-Limonen THC-bedingten Nebenwirkungen wie Angstgefühlen und Paranoia entgegenwirken kann [8].
Aroma: frisch, zitrusartig
Vorkommen: Zitrusfrüchte, Minze, Rosmarin
α-Pinen und β-Pinen
Studien zufolge können die Terpene α-Pinen und β-Pinen die Aktivität der Acetylcholinesterase im Gehirn hemmen und dadurch kognitive Funktionen unterstützen. Zudem können sie möglicherweise die Verträglichkeit von Cannabis verbessern, indem sie Gedächtnisstörungen verringern, die durch hohe THC-Dosierungen verursacht werden können [9].
Aroma: frischer Kiefernduft, harzig
Vorkommen: Kiefern, Rosmarin, Dill, Petersilie
Linalool
Linalool, unter anderem in Lavendel enthalten, wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und krampflösend. Zudem zeigt es angstlösende und beruhigende Eigenschaften [2,10]. Forscher vermuten, dass Linalool die Botenstoffe Glutamat und GABA beeinflusst, die im Gehirn für Erregung und Entspannung zuständig sind [1].
Aroma: blumig, lavendelartig
Vorkommen: Lavendel, Koriander, Basilikum
β-Myrcen
β-Myrcen wirkt schmerzlindernd, indem es die Freisetzung körpereigener Opioide stimuliert [8]. Ein hoher Myrcengehalt in Cannabisblüten wird zudem mit einer ausgeprägten körperlichen und geistigen Entspannung in Verbindung gebracht. Myrcen findet sich vor allem in Indica-reichen Sorten und kann insbesondere bei Schlafstörungen hilfreich sein [10]. Aufgrund seiner stark sedierenden und muskelentspannenden Eigenschaften wird angenommen, dass β-Myrcen am sogenannten „Couch-Lock“-Phänomen maßgeblich beteiligt ist [4, 11]. Dieses beschreibt einen Zustand tiefer körperlicher Entspannung bis hin zu ausgeprägter Bewegungs- und Antriebslosigkeit, der nach dem Konsum bestimmter Indica-dominanter Cannabisblüten auftreten kann.
Aroma: erdig, würzig, holzig
Vorkommen: Mango, Thymian, Hopfen, Zitronengras
Terpinolen
Caryophyllen
Borneol
Geraniol
Terpinolen
Terpinolen kommt vor allem in Sativa-dominanten Sorten vor. Es wirkt anregend, stimmungsaufhellend und angstlindernd. Studien deuten zudem auf mögliche antitumorale Eigenschaften hin [12–15].
Aroma: frisch, kräuterartig mit Pinien- und Zitrusnoten
Vorkommen: Äpfel, Muskat, Kreuzkümmel, Teebaumöl
β-Caryophyllen
β-Caryophyllen ist eines der häufigsten Terpene in Cannabis und eines der wenigen, das direkt an Cannabinoid-Rezeptoren bindet. Es wird mit angstlösenden, nervenschützenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekten in Verbindung gebracht [8].
Aroma: würzig, pfeffrig
Vorkommen: Schwarzer Pfeffer, Oregano, Nelken
Geraniol
Geraniol zeigte in präklinischen Untersuchungen schmerzlindernde und nervenschützende Eigenschaften, etwa bei Nervenschäden im Rückenmark [16,17]. Außerdem gibt es Hinweise auf wachstumshemmende Effekte bei verschiedenen Krebsarten [18].
Aroma: blumig, süß, rosig
Vorkommen: Rosen, Geranien, Wermut, Koriander, Pfirsiche
Borneol
Das Terpen, das auch in Ingwer und Kurkuma vorkommt, besitzt schmerzlindernde und krampflösende Potenziale [16]. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Borneol als sogenanntes „Leitmedikament“ beschrieben, da es den Transport anderer Wirkstoffe im Körper erleichtern soll. Tatsächlich haben neue Untersuchungen gezeigt, dass Borneol den Übertritt von Substanzen über die Blut-Hirn-Schranke (BBB) deutlich verbessern kann [18].
Aroma: kampferartig, erdig, holzig
Vorkommen: Rosmarin, Ingwer, Kurkuma
Ocimen
Phellandren
Bisabolol
Cymen
Ocimen
Ocimen, das sowohl in Orchideen als auch in Cannabis vorkommt, wird mit entzündungshemmenden Effekten in Verbindung gebracht, insbesondere in Kombination mit Pinen und Limonen [19]. Außerdem wird es mit energetisierenden Wirkungen assoziiert.
Aroma: süßlich-blumig, leicht würzig
Vorkommen: Basilikum, Minze, Orchideen
Phellandren
Phellandren ist ein seltenes Terpen mit möglichen bronchienerweiternden, antimikrobiellen und entzündungshemmenden Wirkungen [8].
Aroma: fruchtig-zitrusartig mit Pfefferminznoten
Vorkommen: Eukalyptus, Ingwer, Fenchel
Bisabolol
Bisabolol, auch ein Bestandteil von Kamille, zeigte in Tierversuchen nervenschützende und entzündungshemmende Effekte im Gehirn [20]. In Laborstudien hemmte es zudem das Wachstum bestimmter Krebszellen [21, 22].
Aroma: blumig, süßlich
Vorkommen: Kamille, Candeia-Baum
p-Cymen
Dieses natürlich vorkommende Monoterpen ist Bestandteil vieler ätherischer Öle. In Untersuchungen mit Schwarzkümmelöl (das bis zu 40 % p-Cymen enthält) wurden wachstumshemmende Effekte bei verschiedenen Krebsarten beschrieben [23].
Aroma: orangeartig, karottenartig, zitronig
Vorkommen: Kreuzkümmel, Thymian
Eucalyptol
Farnesen
Caren
Valencen
Eucalyptol (1,8-Cineol)
Eucalyptol (auch bekannt als 1,8-Cineol) wird mit antimikrobiellen, entzündungshemmenden und krebshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Auch in menschlichen Eierstockkrebszellen zeigte Eucalyptol antitumorale Effekte [18].
Aroma: frisch, minzig
Vorkommen: Eukalyptus, Rosmarin, Salbei, Wermut
Farnesen
Farnesenhaltige Pflanzenextrakte zeigten in Laborstudien zellschädigende Effekte auf Tumorzellen. Um das therapeutische Potenzial genauer zu bewerten, sind aber weitere Studien nötig [18].
Aroma: holzig, süßlich, zitrusartig
Vorkommen: Äpfel (vor allem grüne Schale), Ingwer, Muskatnuss
Caren
Caren könnte wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge das Knochenwachstum und die Mineralisierung fördern [24].
Aroma: frisch, zitrusartig, leicht harzig
Vorkommen: Zypressen, Wacholder, Basilikum
Camphen
Camphen wird mit cholesterinsenkenden Effekten in Verbindung gebracht [25].
Aroma: erdig, tannennadelartig
Vorkommen: Zypressenöl, Kampferöl, Ingwer
Valencen, Humulen und Nerolidol
In präklinischen Untersuchungen wurde beobachtet, dass diese Terpene die Effizienz von Chemotherapien erhöhen können [26].
Aromen: Valencen: fruchtig, zitrusartig (Orangen)
Humulen: hopfig, erdig (Hopfen, Koriander)
Nerolidol: holzig-blumig (Teebaum, Ingwer, Jasmin)
Verdampfungstemperaturen – Terpene:
Terpen
Beta-Caryophyllen
Farnesen
Valencen
Bisabolol
α-Pinen
Camphen
β-Pinen
β-Myrcen
Caren
Phellandren
Ocimen
Limonen
Eucalyptol (1,8-Cineol)
Terpinolen
Linalool
Humulen
Borneol
Geraniol
Nerolidol
Verdampfungstemperatur
130°C
122°C
125°C
153°C
156°C
159°C
165°C
168°C
170°C
171°C
174°C
176°C
177°C
185°C
198°C
200°C
210°C
230°C
252°C
Der Entourage-Effekt – das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen
Entourage-Effekt
Ein zentraler Begriff der Cannabisforschung ist der sogenannte Entourage-Effekt. Er beschreibt, wie Terpene und Cannabinoide sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen können [27].
Im Vergleich zu reinem THC (Dronabinol) enthalten Vollspektrum-Cannabisprodukte eine Vielzahl natürlich vorkommender Cannabinoide und Terpene. Diesen pflanzlichen Cannabismedikamenten wird oft eine bessere Wirksamkeit und Verträglichkeit zugesprochen als reinem THC [27]. Das muss jedoch nicht allein am Entourage-Effekt liegen, denn genau genommen kann man in diesem Zusammenhang zwei verschiedene Effekte beobachten. Da diese Begriffe häufig verwechselt oder gleichgesetzt werden, ist es wichtig, klar zu differenzieren.
Von Synergie spricht man, wenn zwei oder mehr aktive Stoffe gemeinsam stärker wirken als einzeln – das heißt, die Gesamtwirkung ist größer als die Summe der Einzelwirkungen.
Wenn hingegen die Wirkung einer aktiven Substanz durch das Zusammenspiel mit an sich inaktiven Substanzen verstärkt wird, spricht man vom Entourage-Effekt [27].
Beide Phänomene – sowohl die Synergien zwischen bestimmten Cannabinoiden und Terpenen als auch der Entourage-Effekt – sollten weiterhin intensiv erforscht werden, um Cannabistherapien künftig möglichst präzise auf individuelle medizinische Bedürfnisse abzustimmen.
Auch wenn noch viele Fragen offen sind, steht fest: Die Forschung zur medizinischen Bedeutung von Terpenen, Cannabinoiden und deren Wechselwirkungen hat in den vergangenen Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Dank der engagierten Arbeit renommierter Forschungseinrichtungen aus zahlreichen Ländern verstehen wir heute besser, wie die Cannabispflanze als Ganzes wirkt – und wie sie dazu beitragen kann, ganzheitliche Therapieansätze in der modernen Medizin zu unterstützen.
Disclaimer:
Die aufgeführten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Potenzielle Anwendungsgebiete und Wirkmechanismen von Cannabis, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, stellen kein Wirk- oder Heilversprechen dar. Sie sind keinesfalls als Aufforderung zur Einnahme von Cannabis ohne ärztliche Begleitung zu verstehen. Der therapeutische Einsatz von Cannabis erfordert stets eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen und sollte immer auf individueller ärztlicher Entscheidung beruhen.
Quellen:
[1] Russo EB. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. Br J Pharmacol. 2011 Aug;163(7):1344-64. doi:10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x.
[2] BfArM. Abschlussbericht der Begleiterhebung nach § 31 Absatz 6 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zur Verschreibung und Anwendung von Cannabisarzneimitteln. 06.07.2022.
[3] Boggs DL, Nguyen JD, Morgenson D, Taffe MA, Ranganathan M. Clinical and Preclinical Evidence for Functional Interactions of Cannabidiol and Δ9-Tetrahydrocannabinol. Neuropsychopharmacology. 2018 Jan;43(1):142-154. doi: 10.1038/npp.2017.209.
[4] Maayah ZH, Takahara S, Ferdaoussi M, Dyck JRB. The molecular mechanisms that underpin the biological benefits of full-spectrum cannabis extract in the treatment of neuropathic pain and inflammation. Biochim Biophys Acta Mol Basis Dis. 2020 Jul 1;1866(7):165771. doi:10.1016/j.bbadis.2020.165771.
[5] Lafaye G, Karila L, Blecha L, Benyamina A. Cannabis, cannabinoids, and health. Dialogues Clin Neurosci. 2017 Sep;19(3):309-16. doi:10.31887/DCNS.2017.19.3/glafaye.
[6] Lucas CJ, Galettis P, Schneider J. The pharmacokinetics and the pharmacodynamics of cannabinoids. Br J Clin Pharmacol. 2018 Nov;84(11):2477-82. doi:10.1111/bcp.13710.
[7] Nuutinen T. Medicinal properties of terpenes found in Cannabis sativa and Humulus lupulus. Eur J Med Chem. 2018 Sep 5;157:198-228. doi:10.1016/j.ejmech.2018.07.076.
[8] Sommano SR, Chittasupho C, Ruksiriwanich W, Jantrawut P. The Cannabis Terpenes. Molecules. 2020 Dec 8;25(24):5792. doi:10.3390/molecules25245792.
[10] Surendran S, Qassadi F, Surendran G, Lilley D, Heinrich M. Myrcene—What are the potential health benefits of this flavouring and aroma agent? Front Nutr. 2021 Jul 19;8:699666. doi:10.3389/fnut.2021.699666.
[11] Gurgel do Vale, T., Couto Furtado, E., Santos, J. G., & Viana, G. S. B. Central effects of citral, myrcene and limonene, constituents of essential oil chemotypes from Lippia alba (Mill.) N.E. Brown. Phytomedicine, 9(8), 709–714. https://doi.org/10.1078/094471102321621304
[12] Lewis MA, Russo EB, Smith KM. Pharmacological foundations of cannabis chemovars. Planta Med. 2018 Apr;84(4):225-33.
[13] Arpornchayanon W, Gomonchareonsiri S, Chansakaow S, Wongpakaran T, Varnado P, Wongpakaran N. Acute effects of essential oil blend containing phlai oil on mood among healthy male volunteers: randomized controlled trial. J Complement Integr Med. 2019;17(2).
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